HJH. Die Märchentage 2026 der Mühlenfreunde Ennigerloh zogen mehr als 730 Kinder aller Ennigerloher Grundschulen in ihren Bann: Quirliges Leben, gespannte Aufmerksamkeit, strahlende Augen, am Ende fröhliche Kinder – diese Märchen begeisterten! Den versierten Märchenerzählerinnen gelang es, die alten Geschichten von Gut und Böse, von Gegeneinander und Miteinander höchst lebendig werden zu lassen. Jede unterschiedlich, jedoch immer mitfühlend und spannend erzählt.
Fast alle der alten Märchen hatten etwas mit dem Thema Mühle zu tun: Mühle, Müller und Müllerin, Esel und Katze, schöne Müllerstöchter – die Verbindungen waren vielfältig. Da mussten Schülerinnen und Schüler bei den Erzählungen oft genau zuhören, um den Mühlenbezug herauszufinden. Vier Märchenerzählerinnen waren an sechs Vormittagen dabei: Mit Märchen aus aller Welt sowie unterschiedlichen Schwerpunkten und Facetten der Erzählkunst. Diese Vielfalt kam an bei den Kindern, die sehr aufmerksam zuhörten und immer wieder auch aktiv mitmachten.
Gespanntes Zuhören beim Namensraten der Müllerstochter in Rumpelstilzchen. Geschichten über den Müllerburschen, der mit dem „Wiedewau-Zauber“ einen geizigen Müller bekehrte. Über die Zwerge, sie sich beim freundlichen Müllerssohn bedankten. Über den Wassermann Nicks, den nur ein Bär aus der Mühle vertreiben konnte. Über die 3 Ziegenböcke, die sich gegen einen Troll behaupteten. Über Signi und Lini, über den Drachen Aschtaschar, den der Müllerbursche überlistete. Und über den Müllerssohn, der dank seinem Pferd mit einer silbernen Feder sein Glück fand.
Alle Märchen wurden wunderbar erzählt, gesungen oder mittels Bewegungen zum Mitmachen präsentiert von Maria Burholt, Susanne Schafmann, Birgit Fabich und Sigrun Schwarz, welche zudem noch das Lied „Es klappert die Mühle von Ennigerloh“ mit ihrem Akkordeon beisteuerte. So zog es die Kinder mit „Es war einmal“ hinein in die schöne Märchenwelt. Am Ende einer viel zu schnell zu Ende gehenden Märchenstunde gab es für alle noch ein kleines Präsent: Einen glitzernden Stein, ein Freundschaftsbändchen oder eine silberne Feder – darüber werden sich die Kinder noch lange die Märchen erinnern können.

Foto: Gespannte Aufmerksamkeit für Märchenerzählerin Sigrun Schwarz in der Ennigerloher Windmühle
Die Kinder aus Ostenfeld besuchten im Rahmen der Märchentage ebenfalls die Mühle in Ennigerloh. Die Schulkinder in Westkirchen erlebten ihre Mühlenmärchen mit Unterstützung des Heimatvereins in der dortigen Mühle. In Enniger wurden die Märchen in der Aula der Schule erzählt.
Mühlenfreunde und Märchenerzählerinnen freuen sich ob der vielen sehr positiven Rückmeldungen von Schulkindern und Lehrkräften zu diesen Märchentagen. Ein Dank geht an die Fördervereine der teilnehmenden Schulen, die anteilig die Hälfte der Kosten der Veranstaltung übernehmen. Die andere Hälfte der Kosten tragen sehr gerne die Mühlenfreunde.

Foto: Ein bunter Blumenstrauß für die Märchenerzählerinnen: Andrea Schlinkmann (Leiterin Mosaikschule, Mitte) bedankt sich bei Susanne Schafmann (re) und Maria Burholt (li) vor der Ennigerloher Windmühle.
Weiter Bilder können hier in diesem Artikel eingesehen werden: Die Märchentage 2026 für die Grundschulkinder in Ennigerloh
