HJH. In den letzten Wochen sah man auf dem Mühlenanger abends oft viele fleißige Hände, die aktiv den Bau der Fundamente für die neue Remise in historischer Bauweise durchführten sowie Sockelsteine zuschnitten und aufmauerten. Nun kann man schon wunderbar das Grundgerüst des Bauwerks erkennen. In dieser Woche wird nun mit dem Aufbau des Fachwerks begonnen. Aus statischen Gründen müssen einige Balken wie z.B. Schwellen, Tragposten und Sparren (ob der Länge) aus herkömmlichem Eichenholz errichtet werden. Überwiegend werden jedoch gebrauchte Fachwerkteile aus abgerissenen alten Scheunen und Gebäuden neu zugeschnitten und verzimmert.
Parallel beginnen dann schon erste Arbeiten am Boden mit der Verlegung von typischen Deelensteinen. Wer Interesse hat, dabei mitzuhelfen, alte Bautechniken kennen zu lernen oder auch das Ausmauern des Fachwerksgerüst mit gebrauchten Ziegeln im Reichsformat und Kalkmörtel zu unterstützen, wird gebeten, sich dazu direkt an die Mühlenfreunde zu wende oder die Helfer vor Ort einfach anzusprechen.
Zur Belichtung erhält die Remise sechs alte gusseiserne Stallfester, gespendet von Josef Steinhorst; diese werden zurzeit aufgearbeitet und neu verglast und anschließend direkt eingemauert.
Auf der Seite der Holzarbeiten erfolgt dann die Anbringung der Dachlattung und das Setzen der alten Tonpfannen, die mit Strohdocken in historischer Bauweise aufgelegt werden.
Wenn alles so klappt wie geplant, dann wird das Grundgerüst der Remise bis Ende August stehen – und das Ensemble auf dem Anger rund um das Ennigerloher Wahrzeichen Windmühle bereichern. Es folgen danach noch Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen, Beleuchtung, Wand- und Deckenverkleidungen, ein Strohlehmputz im Innern und natürlich 3 große Eichentore – da sehen die Mühlenfreunde zuversichtlich dem Jahresende entgegen.

Viele fleißige Mühlenfreunde helfen ehrenamtlich mit beim Bau des Sockels der historischen Remise. In diesen Tagen soll dann mit dem Aufbau des Fachwerks begonnen werden.
