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Der Bau der Remise schreitet erfreulich voran

Rainer S. 20. August 2026 3 Minuten gelesen

HJH. Wer in diesen Tagen an der Ennigerloher Windmühle vorbeigeht- oder -fährt, dem fällt sofort eine deutliche Veränderung auf dem Mühlenanger ins Auge: Westlich der Mühle zwischen drei Bäumen entsteht Schritt für Schritt mit sehr großem ehrenamtlichen Engagement der Mühlenfreunde eine Remise in historischer Bauweise.

In Mai und Juni sah man abends oft viele fleißige Hände, die aktiv den Bau der Fundamente für die neue Remise durchführten sowie Sockelsteine zuschnitten und aufmauerten. Dabei konnte man schon wunderbar den Grundriss des Bauwerks erkennen.

Im Juli hat dann die Firma Aufderheide Holzbau mit dem Aufbau des Fachwerks begonnen: Täglich wuchs das konstruktive Rahmengerüst der Remise in die Höhe, damit konnte man schon die Ausmaße des Bauwerks erahnen. Der überwiegende Anteil des Fachwerks stammt aus alten, gebrauchten Eichenholzteilen, die aus verschiedenen Abbruchprojekten gewonnen und anschließend aufgearbeitet worden sind. Nachhaltigkeit und traditionelles Bauen wird dabei großgeschrieben. Aus statischen Gründen müssen jedoch einige Balken wie z.B. Schwellen, Fetten und Sparren (ob der Länge) aus herkömmlichem Eichenholz errichtet werden.

Im August begannen dann die Dacharbeiten. Die Mühlenfreunde haben dazu historische Tonhohlpfannen aus einem Abbruch in Ostenfelde gewonnen, die nun in traditioneller  Handwerkskunst mit Strohdocken verlegt wurden Parallel begann das Ausmauern des Fachwerks: Dazu wurden über 120 Jahre alte Ziegelsteine im sogenannten „Reichsformat“ verwendet, die mit Kalkmörtel vermauert werden. Die alten, aber wunderschönen Steine haben die Mühlenfreunde sich bereits 2022 im Rahmen einer Abbruchsaktion in Oelde sichern können. Beim Mauern haben sich etliche Mühlenfreunde großartig engagiert, sie unterstützten die ehrenamtlich tätigen Maurer. Mit dem Einsetzten der 100 Jahre alten Gusseisenfenster nimmt die Remise immer mehr Gesicht an. Außen soll das schöne Ziegelmauerwerk zu sehen sein. Im Inneren wird ein Teilbereich traditionell mit Flachs-Lehm-Putz verputzt, in anderen Bereichen haben sich die Mühlenfreunden kurzfristig entschlossen, die Wände ob der schönen Ziegel steinsichtig zu gestalten.

Wenn das Grundgerüst der Remise mit Fachwerk, Mauerwerk und Dach steht, dann ist ein erster Meilenstein dieses großen Bauprojektes erreicht. Bis zum Jahresende folgen dann noch Elektro-, Wasser- und Abwasserarbeiten, wird der Boden mit alten Deelensteinen befestigt, erhält ein Gefach eine Eichenholzdecke, werden die drei Gefache mit Eichenholztoren bestückt. Damit erhält die Remise dann ihr finales Aussehen. Die Außenarbeiten mit Kalksteinplatten unter dem Vordach, wassergebundener Decke und Begrünung im Bereich der Rigole (das Regenwasser soll traditionell und klimabewusst verrieseln) binden die Remise dann in das Ensemble auf dem Mühlenanger ein.
Die Baukosten von rund 100.000 € werden getragen von einer Förderung durch die NRW-Stiftung in Höhe von bis zu 50.000 €, die übrigen 50.000 € finanzieren die Mühlenfreunde selbst.

Die Remise in historischer Bauweise auf dem Mühlenanger nimmt immer mehr an Gestalt an. Traditionelle Handwerkskunst. Das Dach aus alten Tonhohlpfannen mit Strohdocken gedeckt und historische Ziegel im Reichsformat mit Kalkmörtel vermauert füllen das Fachwerkgerüst.

Hier den Baufortschritt anschauen: Das Bauprojekt Remise auf dem Mühlenanger

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